Zur G8 Bühne
Leoluca Orlando war Bürgermeister von Palermo und ist Abgeordneter der Partei Italia dei Valori (Italien der Werte) im Parlament in Rom.
In der Süddeutschen schreibt er über den G 8 Gipfel in L’Aquila und über den Zustand Italiens heute: Überall Berlusconis.
Übersetzung: Andrea Bachstein.
Add comment Juli 9, 2009
Am Bühnenausgang
Vesselina Kasarova wurde nach der Werther Vorstellung am 4. Juli, in der sie Charlotte sang, umringt von Fans und Autogrammjägern. Ich wollte kein Autogramm, dafür gerne ein Foto, das ich auch machen durfte. Bessere Bilder gibt mein neues LG KU 990 leider nicht her im Dunkeln und ohne Blitz. 
Die Beczala Fotos sind so gut wie unbrauchbar, da die grelle Lampe im Flur blendete.
Add comment Juli 9, 2009
Fragt mich doch nicht! Alles Lohengrin.
Nach der heutigen Festspiel-Premiere bin ich fein heraus. Da mein Platz nur eine sehr eingeschränkte Sicht auf die Bühne zuliess, kann ich mich mit einem Kommentar zur Inszenierung erst einmal zurückhalten bis nach meinem zweiten Besuch nächste Woche. So viel schon mal vorweg: Dem Gedanken, die Lohengrin-Geschichte mit der Errichtung eines Hauses zu verbinden, kann ich durchaus etwas abgewinnen. Auf die Umsetzung kommt es halt an, und der Teil, den ich sehen konnte (Bühnenbild, Chor und Statisten) liess nicht gerade logische Schlüsse zu. Die Aktionen der Hauptpersonen und ihre Interaktionen blieben mir leider grossteils verborgen.
Nachdem ich von hysterischen Jonas-Kaufmann-Anhängerinnen flankiert war, die das Stehplatzbankerl schier aufgearbeitet haben vor lauter Anstrengung, das Objekt ihrer Begierde zu sehen, habe ich mich zurückgelehnt auf’s Hören verlegt. Was keine schlechte Entscheidung war.
Für heute abend einen Eindruck in Kürze.
Wie bei Nagano schon gewohnt, ging er die Partitur analytisch an, mit sensibel ausmusizierten Orchesterstimmen, gerade noch hörbaren Piani, und grandiosen Steigerungen. Phänomenal fand ich den ersten Akt, in dem er in einem großen Bogen die Spannung bis zum Ende kontinuierlich steigerte. Der sehr gute Orchesterpart war der Garant für das musikalische Gelingen des Abends.
Herausragend, einfach sensationell gelang Anja Harteros Rollendebüt als Elsa. Jonas Kaufmann gab einen lyrischen Lohengrin und sang eine unter die Haut gehende Gralserzählung. Bei ihm möchte ich gerne noch mal genauer hinhören, bei den langen mezza voce gesungenen Passagen hörte ich leichtes knödeln (oder was war das sonst?). Auffallend gut fand ich Wolfgang Koch als ausdrucksstarken Telramund und den Heerrufer Evgeny Nikitins. Bemerkenswert diszipliniert sang der präzise vorbereitete Chor.
Am Ende stand der Buhsturm für das Regieteam um Richard Jones, gegen den sich das applaudierende Publikum nicht durchsetzen konnte. Heftige Proteste gegen die Regie gab es nach jedem Akt. Und Herr Bachler schaute am Ende äusserst irritiert aus seiner Loge auf das aufgebrachte Publikum in den oberen Rängen. Die Galerie darf sich wohl in Kürze wieder mal auf des Intendanten Hausbesuch einrichten.
Einhelliger großer Beifall dagegen für die Sänger, Nagano und das Orchester.
Add comment Juli 5, 2009
Festspiele: Werther I
Das i-tüpferl nach einem mit Arbeit vollgepackten Samstag war für mich der abendliche Werther. Was sag’ ich, es es war ein Tupfen und kein tüpferl und mein 12. Besuch dieser Vorstellung in München. Vesselina Kasarova als Charlotte und Piotr Beczala als Werther begeisterten einmal mehr die Massen und mich. Unter der beherrschten Oberfläche von Vesselina Kasarovas Charlotte schien ein Volkan zu brodeln, dessen Ausbruch in ihrer grossen Szene dann ja auch stattfand. Einen Klasse-Werther gab wieder Bezcala, der minutenlangen Applaus nach der zweiten Werther-Arie erhielt. An der muskalischen Leitung von Bertrand de Billy gibt es nichts zu bemängeln. Die Instrumenten-Soli waren etwas weniger schmelzend als schon gehört. Dank der ursprünglichen Besetzungsplanung mit Villazon habe ich auch eine Karte für die zweite Vorstellung am Dienstag. Darauf freue ich mich schon.
Meine Begeisterung hat mich die Müdigkeit vergessen lassen, so dass ich mich sogar noch zum Bühneneingang aufgemacht habe. Sobald ich mein mobile überreden kann, mir ein upload der Bilder zu gestatten, werde ich sie natürlich nicht zurückhalten.
Add comment Juli 5, 2009
An Audience with Adrienne – A Night at the Opera
Die Programmvorschau von der Homepage der BSO:
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Ein intimer Abend mit angeregter Unterhaltung, kleinen Erfrischungen und musikalischen Kostproben bei unserer liebenswerten Gastgeberin Adrienne aus England.
Fühlen Sie sich eingeschüchtert durch die exklusive Welt der Oper? Haben Sie Angst, die Handlung nicht zu verstehen oder Ihr Hustenbonbon im falschen Moment aus dem Zellophanpapier zu nesteln? Adrienne, neu sowohl in der Oper als auch in allem, was bayerisch ist, teilt mit Ihnen ihre ganz persönlichen Eindrücke auf einer Reise durchs Repertoire, auf der sie lernt, Lohengrin von Lederhosen, Werther von Wolpertingern und Palestrina von Brez’n zu unterscheiden.
Adrienne, in Großbritannien berühmt für ein Leben in Häuslichkeit und dem Dienst an ihrer Umwelt (z. B. in Wasch- und Frisiersalons oder als Zimmermädchen), wurde von der Bayerischen Staatsoper während der Festspiele als Ankleiderin für die Statisterie engagiert. Sie begrüßt Sie sehr herzlich in ihrer gemütlich eingerichteten Garderobe und führt Sie in das Werk auf der Großen Bühne ein, macht Sie mit den einzelnen Charakteren und Themen bekannt, befragt Mitarbeiter hinter und auf der Bühne und hilft Ihnen, die Musik schätzen zu lernen, indem sie all das mit den Höhen und Tiefen ihres eigenen operesken Lebens verbindet.
Vorweg es war ein witzig unterhaltsamer Abend im kleinen Rahmen (ca. 20 Leute) und Wolpertinger spielten auch eine Rolle. Mit der “Großen Bühne” ist wohl eher Adriennes Leben gemeint, denn sie bezeichnete sich selbst als “an operatic virgin”. Das wird sich zweifellos im Laufe dieses Monats ändern und der Programmablauf sicher (hoffentlich) auch. Frau Adrienne ist in der Tat eine sehr charmante Gastgeberin, der vollmundigen Programmankündigung wird sie natürlich nicht gerecht.
Besucher sollten Englisch zumindest sehr gut verstehen.
Add comment Juli 5, 2009
Festspiele: Lucrezia Borgia
Hätte Maffio Orsini seine Ballade nicht wie in der Premiere auf dem Stuhl stehend singen sollen? Das hätte sich optisch bestimmt gut gemacht auf der DVD, für die man die gestrige Vorstellung der Lucrezia Borgia aufgenommen hat. Gestern sang Alice Coote die Orsini-Ballade überwiegend an der Rampe, eigentlich gar nicht nötig, denn ihre Stimme war gestern so präsent und flexibel, schlank und klangschön, dass sie sich auch vom Stuhl herunter spielend hätte durchsetzen können. So gut habe ich sie bei ihren bisherigen Auftritten als Orsini nicht erlebt. Nachdem der rote Teppich des Gala-Vortages auf dem Aufgang zum Nationaltheater abgenommen war, brachte wenigstens die zweite Vorstellung der Münchener Opernfestspiele den ersehnten Glanz auf die sparsamst dekorierte Bühne der Christof Loy Inszenierung.
Edita Gruberovas beständige herausragende berufliche Leistung kann man nur unter der Verwendung von Superlativen angemessen zu beschreiben. Als sie gestern als Lucrezia die Bühne betrat freute ich mich über ihr blendendes Aussehen. Wie sie den jugendlichen Klang und die Beweglichkeit ihrer wunderbaren Stimme bewahrt grenzt für mich ohnehin an ein Wunder. Ihre Durchdringung der Rolle der Lucrezia wie überhaupt die Annäherung an ihre Rollen der letzten Jahre in München sind beispielhaft, ich denke, dass dahinter eine enorme Disziplin und absolute Leidenschaft für den Beruf stecken muss. Vom ersten Moment ihres gestrigen Auftrittes war sie in Topform, dennoch konnte sie mit der Stimme die steigende Spannung der Handlung und der Dramatik der Musik bis in die beiden großen Ausbrüche am Ende nachzeichnen. Edita Gruberova zeigte das volle Programm, zärtlich weiche Melodien, leuchtende oder scharfe Spitzentöne je nach Situation, frappierend langen Atem nach ihrer speziellen Art Luft zu holen, ihr berühmtes messa di voce, Koloraturen zum Niederknien. All diese Kunstfertigkeiten dienen der Gestaltung der Figur, und das macht das Besondere aus an einem Abend mit Edita Gruberova.
Über die stimmlichen Qualitäten Pavol Bresliks habe ich mich schon mehrfach auslassen dürfen. Ich halte ihn für einen der gegenwärtig vielversprechendsten Tenöre. Der Gennaro liegt ihm buchstäblich in der Kehle. Seine jungenhaft leuchtende Stimme, die keine Höhenprobleme und keine Intonationstrübung zeigte, dazu über ein ganz charakteristisches Timbre verfügt, begeisterte mich einmal mehr. Die Fähigkeit, gut zu phrasieren und sein Schauspieltalent taten das Übrige zu einer perfekten Vorstellung.
Franco Vassallo in der wichtigen Rolle des Don Alfonso stand seinen Kollegen nicht nach, war im Drama ein adäquater Partner seiner Gattin Lucrezia und stimmlich eine wohltönende Bank.
Wenn auch durch Einführung der Übertitelungen die Textverständlichkeit scheinbar an Bedeutung verliert, finde ich den Genussgewinn bei guter Diktion beträchtlich, nicht nur wenn man die betreffende Oper etwas besser kennt und vielleicht sogar die Originalsprache etwas versteht. Über die Sänger des gestrigen Abends kann man auch diesbezüglich nicht Klagen.
Es ist zwar ungerecht, die übrigen Beteiligten pauschal zu würdigen, denn das Gelingen eines tollen Opernabends wie des gestrigen braucht jeden Mitwirkenden. Bertrand de Billy und das Bayerische Staatsorchester taten das ihre. Die Stars des Abends allerdings standen gestern auf der Bühne.
Add comment Juli 2, 2009
Festspiel-Eröffnungsvorstellung: Aida
Trotz ganz knapper Zeit ein paar Eindrücke zu der gestrigen Eröffnungsvorstellung der Münchener Opernfestspiele 2009. Ich bin mit dem Vorsatz hingegangen, „anders“ zu hören und “anders” hinzuschauen als in der Premieren-Aida, was vor allem bedeutet, dass ich versuchen wollte, das Visuelle nicht und den vokalen Part weniger stark zu gewichten, den orchestralen Teil also für meine Ohren quasi zu isolieren. Was ich hörte, bestätigte das mancherorts Gelesene. Es gelingt Daniele Gatti und dem Bayerischen Staatsorchester , die geeigneten Stellen der Partitur mit kammermusikalischem Feingefühl und auch mit Raffinesse zu interpretieren. Hier denke ich besonders an die Streicher, die mir gestern sehr gefallen haben, aber auch an die Holzbläser. Wie schon in der Premiere hatte ich das Pech unter Zuschauern zu sitzen, die bei den sehr sensibel gestalteten Anfangstakten des ersten Aktes noch nicht ganz in der Vorstellung angekommen waren, sich erst freihusten oder ihre Bonbons auspacken mussten, ein Vorgang, der sich wiederholte, bei den sensitiven Stellen der Partitur, versteht sich. Ich bin mir nicht sicher, ob es an meinem Platz lag (erster Rang Mitte rechts), dass ich die blechbeladenen Massenszenen zwar als laut, allerdings keineswegs als so quälend empfand wie auf meinem Premieren-Platz im dritten Rang. Meiner positiven Grundeinstellung , meiner besonderen Vorbedingungen und dem sensibel musizierten Orchesterpart zum Trotz berührte mich der Abend emotional nicht. Ich glaube, die musikalische Krux dieser neuen Aida ist in der Inkompatibilität der Gesangsleistungen mit dem Interpretationsansatz Gattis und des Orchesters zu suchen. Die Muster, in denen sich Orchester und Sänger bewegen, haben nahezu keine Schnittstellen (ausser dass Gatti das Tempo vorgibt) und erzeugen bei mir eine Art Verwirrung, die mich beim ersten Besuch so masslos enttäuscht zurück liess.
Sensible visuelle Gestaltung findet man in manchen Momenten auf der Bühne, die vokalen Herausforderungen hingegen werden durchweg brachial angegangen. Dass Salvatore Licitra die frühe Arie des Radames leicht misslang, soll man nicht übergewichten, die Anspannung nach der Vorgeschichte war sicher extrem. Leider gelang es ihm auch im Lauf des Abends nicht, eine gute Form zu finden. Es war zwar hörbar, dass er die Rolle etwas differenzierter angehen wollte, alleine Erfolg war seinem Bemühen gestern nicht beschieden. Die Stimme folgte nicht. Auch Kristin Lewis als Aida versuchte sich gestern hörbar an sensiblerer Gestaltung. Piano gelingt auch, hört sich dann aber sehr gewollt und aufgesetzt an, kommt nicht aus dem Stimmfluss, die Mühe ist hörbar. Für mich unangenehm, aber sicherlich Geschmacksache, ist ihre Art Töne zu produzieren, die sie förmlich herausschleudert, was oftmals nur hörbare Vokale zur Folge hat. Akzeptabel war ihr „Ritorna vincitor“. Vielleicht eine Aida im Werden, falls ihre Stimme die nächsten Jahre übersteht. Dass Kristin Lewis vergleichsweise gut in der Gesamtbeurteilung wegkommt, liegt für mich an der Visualisierung. Mit ihr hat der Regisseur gut und viel gearbeitet, und er hat vor allem Körperbau und Körperhaltung Kristin Lewis’ so eingesetzt, dass die afrikanische Sklavin unmissverständlich deutlich wird. Das spielt sie auch sehr gut. Eine ihr nachfolgende Sängerin ohne diese typischen ethnischen Attribute (ich meine nicht primär die Farbe der Haut) wird deutlich im Nachteil sein, falls sie dieses Manko nicht durch die Gesangsleistung wird ausgleichen können. Das aber nur nebenbei. Mir kam dieser Gedanke, als ich die Tänze und Szenen der ägyptischen Sklavinnen sah, die eben nicht diese körperlichen Vorzüge besitzen und die ich deshalb als weniger authentisch wahrgenommen habe.
Eine gänzlich gelungene Szene habe ich in Erinnerung, Lana Kos als Priesterin bei der Anrufung des Gottes Phta, die ihre Stimme wunderbar im Einklang mit dem Orchester fliessen liess. So ginge es also auch.
Zu den weiteren Beteiligten vielleicht später noch mehr.
Glückloser Festspielauftakt. Lustloser Applaus. Ein Buher vor der Pause.
Welche Lehren soll das gebeutelte Publikum aus der Besetzung der weiblichen Hauptrollen in den Verdi Opern eigentlich ziehen? Ich denke an Nabucco, an Macbeth und jetzt an Aida! Haben wir das verdient?
Add comment Juli 1, 2009
Harte Zeiten in Sicht: Festspielsommer
Mal sehen, wie ich in einer Woche drauf sein werde.
30. Juni – Aida
1. Juli – Lucrezia
3. Juli -Audience with Adrienne
4. Juli – Werther ohne Villazon, dafür mit Beczala
5. Juli – Lohengrin
Dazwischen erfordert der Abschluss des 2. Quartals mit den gegenüber normalen Monaten um zwei Arbeitstage gekürzten Ablieferterminen höchste Aufmerksamkeit. Diese Planung kann sich eigentlich gar nicht ausgehen, allerdings konnte ich beim Karteneinkauf im Januar nicht wissen, wie nass es mir im Juli reingehen würde. Während Aida sich machen lässt und Lohengrin erst an Tag 5 stattfindet, sehe ich für die Audience und Werther schwarz, aber auch Lucrezia wackelt noch. weiterlesen >>
Add comment Juni 29, 2009
Wien
Am restlichen Wien kam ich natürlich auch nicht vorbei, wenn ich schon mal da war. Die Zeit für Sightseeing war allerdings stark eingeschränkt, denn wen wundert es, dass ich stattdessen eine zufällig vor dem Musikverein angebotene Karte für die Matinée der Wiener Philharmoniker erwarb, womit ich erstmal für ein paar Stunden aufgeräumt und weg von der Strasse war. Nur gut, dass ich vorher im Opern-Café um die Ecke ausgiebig gefrühstückt hatte. weiterlesen >>
Add comment Juni 28, 2009
Ich habe Gatti gebuht.
So mancher kam auf diese Seite, um etwas zu lesen über die Münchener Aida-Premiere oder deren Nachfolgevorstellungen. Ich war in der Premiere und habe mein Befremden über die Inszenierung und die musikalische Interpretation in meinem Blog schon angedeutet. Da es mir nicht gelungen war, für eine weitere Vorstellung der Premierenserie eine Karte zu ergattern, ich meinen ersten Eindruck also nicht bestätigen oder auch revidieren konnte, habe ich auf die Niederschrift meines Premiereneindruckes verzichtet. weiterlesen >>
Add comment Juni 24, 2009
Unter der Laterne vor dem Hietzinger Tor

Ein Vorteil der Park-Bummelbahn ist, dass man aussteigen kann, wenn man Gefahr läuft, den Sinn für die Gegenwart zu verlieren. Bei mir war es schon am Hietzinger Tor so weit, dass ich mal was anderes sehen wollte als Pferdekutschen. Dort sah es nach lebendiger Stadt aus. Ausserdem war mir nach einer Melange unter normalen Leuten. Die bekam ich auch ohne weiteres in einem netten Strassencafé, wobei ich allerdings das geschäftige Treiben an der Ecke beim Hietzinger Heimatmuseum im Auge behielt.
Dort schien sich Größeres anzubahnen: Biertische wurden aufgestellt und Verstärker wurden installiert. Nach zwei Tassen Melange wieder aufnahmefähig für Neues habe ich sofort durchschaut, was der weisse Luftballon wollte. Er machte unmissverständlich klar, er sei Wien. Klar?
Nach und nach füllten sich die Bänke und nach viel Melange war mir ein Spritzer gerade recht. Und irgendwie kam mir plötzlich alles recht beschwingt vor. Aber waren das nicht vorher weniger weisse Luftballons? Plötzlich behaupteten viele, sie seien Wien. Ich glaube, Wien wäre auch für mich kein schlechter Ort.
Add comment Juni 23, 2009
Wege und Bäume in Schönbrunn
Die Wege sind weit im Schönbrunner Schloßpark. Das Gelände ist durchzogen von einer Fülle Strassen und Wege, ein Paradies für Jogger, für die es sogar online Joggingvorschläge gibt. Ein Spaziergänger kann sich unmöglich an einem Tag den ganzen Park erlaufen ohne fußkrank in die U-Bahn oder den Bus zu fallen. Viele Besucher nutzen eine der vielen Kutschen, um sich standesgemäß durch den Park geleiten zu lassen. Ich benutzte die Panoramabahn, eine der üblichen kleinen Touristen-Raupen mit der erfreulichen Schönbrunner Besonderheit, für 5 Euro den ganzen Tag den Zug benutzen zu dürfen und an allen Haltestellen aus- und zusteigen zu können. Ich fand das Angebot für mich ideal, denn so würden meine Füße am Abend noch in die Opern-Pumps passen.

Blutbuchen in natürlichem Wuchs am Eingang des Botanischen Gartens.
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Add comment Juni 22, 2009
Die Gloriette

Denkmal für einen gerechten Krieg, wird die Gloriette auch genannt. Im 18. Jahrhundert hatte man wohl die Vorstellung, dass Krieg Gerechtigkeit und Stabilität bringen könne. Daran dachte ich aber eher nicht, sondern genoss den Platz, an dem die Gloriette errichtet wurde. Auf einer Anhöhe gegenüber dem Schloss, umgeben von Wasserbecken, mit einer herrlichen Aussicht in alle Richtungen. Mehr Bilder >>
Add comment Juni 21, 2009
Schönbrunner Brunnen
Den schönen Brunnen, der Schönbrunn seinen Namen gab, habe ich nicht fotografiert. Übertroffen wird seine Schönheit für meinen Geschmack ohnehin von dem Brunnenpaar des Rund- und des Sternbassins.
Die Brunnen im Schönbrunner Garten stehen oft an Kreuzungspunkten der Wege oder sind gar Ziel eines Weges. Immer beschreiben oder erzählen sie etwas, sind theatralisch.
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Add comment Juni 21, 2009
Um das Schönbrunner Palmenhaus
Architektonisch beeindruckt mich das Palmenhaus eigentlich mehr als das Schloss. Wie es durch seine Platzierung die unterschiedlichsen Stile verbindet, die französische Gartenanlage mit dem japanischem Garten und der schattigen Fuchsiensammlung, mit Tierpark und Wüstenhaus, finde ich sehr gelungen, ganz abgesehen durch seine Eleganz, die das riesige Gebäude umgibt.
Add comment Juni 20, 2009
















