Steh’ auf und geh’!

In diese schöne Schule geht ein Teil meiner Patenkinder und alle Boyhouse-Jungs. Sie liegt in einem östlichen Stadtrandbezirk Nairobis, Kayole, wurde von einer italienischen Organisation finanziert und 2006 eröffnet. Sie beherbergt die 4 Jahrgänge der St. Mathew Secondary School und damit ca. 500 Schüler, die aus armen und ärmsten Verhältnissen kommen. Eine größere Anzahl hat deutsche Schulpaten über den Verein Harambee Kwa Watoto e.V.

Am Pfingstsonntag ist die Schule abgebrannt. >> mehr lesen >>

Add comment Mai 14, 2008

Das Ende der Buschtrommeln

aylavyu
camritamisyu
maysistaisnjubabiandaywantyu
aiwetfoyu
yaganbringformiepopenbiskit

Alles klar? oder besser doch weiterlesen? >>

Add comment Mai 11, 2008

Werther - Bayerische Staatsoper

Wer heute abend den Terrassensessel unter der Pfingstsonne mit einem Opernsitz getauscht hat, vielleicht auch noch ungern, der wurde für das Opfer reichlich entschädigt.

Im heutigen Werther gab Daniela Sindram ihr Rollendebüt als Charlotte. Es ist ihr großartig gelungen. Anfänglich darstellerisch etwas spröde, gelang ihr vor allem nach der Pause eine eindringliche Rolleninterpretation. Ihre Stimme erfüllt alle Mezzo-Wünsche; sie hat einen bruchlosen Übergang von runden tiefen zu dramatisch hohen Tönen und eine warmklingende Mittellage. >> mehr lesen >>

Add comment Mai 10, 2008

Vom Bücherstapel

Wangari Maathais Memoiren, vor einigen Monaten gekauft, waren etwas nach unten gerutscht in meinem Bücherstapel, nicht zuletzt, weil sich das Lesen gerade dieses Buches durch die Ereignisse der jüngsten Zeit in Kenia nicht gerade aufdrängte. Das “Abtauchen” der Nobelpreisträgerin im Vorfeld der Wahlen in Kenia und auch in den Monaten danach erschien mir intuitiv etwas suspekt, wohl wissend, dass dafür Gründe ursächlich sein konnten, die sich Aussenstehenden nicht unbedingt erschliessen. Meine Vermutung, das Buch könnte nicht interessant genug oder überholt sein, bestätigte sich nicht. Interessieren würde mich allerdings, ob Wangari Maathai die Perspektiven ihres Landes und seiner nachfolgenden Generationen nach dem neuesten Wahlbetrug und dem gerade stattfindenden Raubzug der politischen Klasse noch ebenso hoffnungsvoll einschätzt wie bei Fertigstellung ihres Buches. Deshalb hoffe ich auf eine Fortsetzung oder Ergänzung. >> mehr lesen >>

Add comment Mai 4, 2008

Für Kommunisten

Gestern abend verabschiedete ich mich telefonisch von einer in New York tätigen Chinesin, mit der ich oft zu tun habe, ins Wochenende und wünschte ihr einen schönen Tag der Arbeit. Ich war ganz überrascht zu erfahren, dass der 1. Mai in USA kein Feiertag ist. Ihrer Erklärung “We have our own Labour Day in September, your Labour Day is for communists only” hatte ich in dem Moment nichts entgegenzusetzen.

2 comments Mai 1, 2008

Il Barbiere di Siviglia

Die Besetzung des Figaro aus dem Hausensemble ist nicht gerade alltäglich für die Staatsoper München. Der Abend bescherte uns Nikolay Borchev in seinem erfolgreichen Hausrollendebüt. Der sehr spielfreudige sympathische Sänger gab einen (logisch!) sehr jungen, überaus agilen Figaro. Sein warm timbrierter, beweglicher Bariton hat mich auch in der großen Rolle gestern begeistert. Er wird sich und seine Stimme sicher noch weiterentwickeln und dann wird man auch die Teile der Partie hören können, die gestern durch das Orchester etwas überdeckt wurden. Ein gelungener Auftritt von Nikolay Borchev.
mehr lesen

Add comment April 29, 2008

Die Entführung aus dem Serail

Um Entzugserscheinungen vorzubeugen, habe ich mir heute kurzentschlossen noch eine “Entführung” gegönnt, deren Besetzung interessant genug schien, einen Besuch zu wagen. Ich denke nicht, dass ich in diesem Blog schon über die Inszenierung von 2003 geschrieben habe. Ich sah sie heute erst zum zweiten Mal und wieder kam mir “meine Entführung” vor wie eine Nummernrevue. Anstelle der durch die Sänger gesprochenen Zwischentexte erzählt und erklärt eine in Tschador gehüllte Scheherazade den Fortgang der Geschichte. Der Einfall an sich ist nicht schlecht, allerdings unterbricht er den Fluss der Handlung und wie mir scheint, auch der Musik. Das gleiche gilt für den Einfall mit den fliegenden Sofas - die Idee an sich ist gut, läuft sich aber tot, wird langweilig und schränkt die Agierenden ein. Nichts bewegt sich, obwohl sich alles bewegt. mehr lesen

3 comments April 26, 2008

The two tribes in Kenya - The ‘Haves’ & ‘The Have Nots’

When I came across this poem of a Kenyan blogger yesterday, I was deeply touched and I felt its spirit of comfort, source of self-confidence and its encouraging foresight. A gentle plea of a poem can often inspire heart and mind more than empty promises made by big-mouthed members of politicians’ class. The author, Kenyan Poet, allowed me to spread the word. The poem is dedicated to the many disillusioned youths living in slums.
Thanks für sharing this piece, Kenyan Poet.

When Change Comes

I. Growth
When villages grow into towns
Towns into cities
Shops into malls
Spaces into estates,
When streets turn into avenues
Avenues into highways, super highways
Subways and runways
Then things change.

Villages become old frail women deserted by their offspring
All gone to the cities with big lights,
Who, unlike prodigal sons, only return in coffins.
Homesteads empty like the stare of a 9 year old boy
Eyes stiffened by industrial glue liquid,
Face barren of emotions.

City streets give birth to illegitimate children – street children
Who, at the age of 8,
hang around city corners, begging for a shilling.
At the age of 19,
You beg them not to harm you as they rob you,
In the big city streets and big mall corners
Subways and highways.

Estates and villas,
Suburbs and urban spaces
Cities and industries, become fathers who sow wild oats
To shanties, ghettos, slums, poverty stricken valleys.

II. Changes
In these valleys,
Girls quickly grow into women
Siring children at the age of 16, maybe even 13.
Where single families spring quicker
Than a spring chicken.
Where lands mushroom to shanties,
With no jobs in mind, in the mines or offices,
When kids can’t go to school,
Only to sit in the sun counting cars
Watching others live their dreams,
While theirs have been packed away like the text books in their bags
Then innocence changes.

When husbands neglect wives for brewing dens
Choosing illicit drinks over tuition fees
When kids go hungry for days and nights
Mothers are jobless, fathers are drunkards,
When all one can show for years of sacrifice in school
Is a piece of paper – a college degree
With no job, money or respect
While unqualified minds run companies and governments,
Then minds change

When opportunities look at the colour of your skin
Asking for your names,
who you know with lots of muscles,
Politically, spiritually, economically,
When your name, skin tone determines which doors shut,
how fast hand bags are clutched,
who calls you up for a job,
what neighborhoods you can take a stroll in-
then thoughts change

III. Takes
When you realize that your fate was sealed in that moment of conception
Even before you took your first breath in this cosmic space
You then know, it takes more than yourself to survive.

When you are born in a small dark room
In the slum-ghettos of Nairobi,
The wrong side of town
Born in the wrong side of jobs
Wrong side of school
Wrong side of life
Wrong side of everything good in life
Except life itself
Then you know it takes more than yourself to be on the right side

It takes governments that are willing to accept the growing gap
The gap between those with and those without
It takes bridging that gap with informal jobs, equal opportunities
With Youth, women, men empowerment bridges
Bridges that seek to empower minds, endanger idlers
Bridges that recapture people’s dream of equal opportunities
And put them back into peoples’ hearts

It takes more than corrupt officials
It takes more than paying taxes for more government officials
It takes more than policemen gunning down innocent youth
It takes more than black men looking down upon their brothers as lesser mortals

It takes leaders willing to listen to the cries of their people
It takes systems that will help its people come out of mental slavery, self pity, oppressed lives
It takes everyman to make that change.
you, me, him, her, them,
Us.

Add comment April 25, 2008

It’s all about apple sauce

You have written that you cook some apples with sugar and lemon. How do you do that? Are they sweet when you cook them? You know, it is amazing that you cook apples. I have never seen such a thing before. I wish I was there to see how they are when they are cooked. And, also to taste them.

Das habe ich nun davon! Esther, eines meiner kenianischen Patenmädchen erkundigt sich oft nach meinem Garten. Anfangs glaubte sie, ein Garten sei wie eine shamba, ein Stückchen Acker ums Haus, um Getreide anzupflanzen. Inzwischen weiss sie, dass der Garten nicht in erster Linie der Nahrungsversorgung dient, dass ich aber manchmal etwas Essbares anbaue. Um meinen armen Garten nicht ganz nutzlos erscheinen zu lassen, habe ich von den Obstbäumen erzählt, die darin wachsen und mal ein paar Bilder gezeigt, wie sich so ein Apfelbaum verändert im Laufe eines Jahres. Was prompt die Frage nach dem Verbleib der vielen Äpfel herausforderte. Ein Teil wird Apfelmus, das ist doch klar.

So ein Brief hat Folgen. Nachdem das Kind nicht zum Apfelmus kommen kann, muss das Apfelmus eben zum Kind kommen. In ein paar Wochen geht es nach Kenia. Ich hoffe, ich bringe die apple sauce heil hin.

Und sage mir jetzt keine(r), die hätten dort jetzt andere Sorgen als Apfelmus. In der Tat hört man von beängstigenden Preissteigerungsraten bei Grundnahrungsmitteln auch in Kenia, was auch die Verköstigung der Kinder in den Boardinghäusern mit dem zur Verfügung stehenden Geld immer schwieriger macht. Auch Esther und íhre Schwestern sind betroffen. Sie werden weniger zu Essen bekommen können, weil man einfacher nicht mehr kochen kann als es sowieso schon geschieht. Trotzdem oder gerade deswegen muss man auch mal über etwas so “Komisches” wie Apfelmus reden und es bei Gelegenheit auch kosten. Finde ich.

Add comment April 24, 2008

In Siracusa

Die letzten Stunden vor dem Rückflug am späten Abend nach München verbrachte ich in Siracusa. Da der Flughafen Fontanarossa im Süden Catanias liegt und direkt an die Schnellstrasse angebunden ist, hatte sich diese Planung fast von selbst ergeben. Trotz der Ungewissheit über die verkehrstechnische Lage hätte ich mir etwas mehr Zeit nehmen sollen und auch können. mehr lesen

Add comment April 23, 2008

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