Skip to content

2011 Festspielsaison – Pfingsten in Salzburg

Februar 23, 2011

Seit einigen Jahren gönne ich mir das Vergnügen, Pfingsten in Salzburg zu verbringen, bei den Pfingstfestspielen, die seit 5 Jahren unter dem Motto „Neapel – Metropole der Erinnerungen“ stehen und seitdem von Riccardo Muti geleitet werden. Das fünfjährige Projekt endet in diesem Jahr, und so freue ich mich ganz besonders auf das Programm des letzten Jahres. Da die Leitung der Pfingstfestspiele ab der Spielzeit 2012 Cecilia Bartoli übertragen wurde, werde ich mich je nach Konzept nächstes Jahr entweder neu orientieren oder Salzburg treu bleiben. Salzburg zu Pfingsten ist ziemlich entspannend, nicht zu überlaufen, denn die große Masse der Touristen ist noch nicht eingelaufen. Das Neapel Programm hat sehr viele Italiener angezogen, und es ergab sich manche nette Begegnung; ich kann nur sagen, daß ich die letzten Aufenthalt trotz nicht immer guten Wetters sehr genossen habe,

Händel – Aci, Galatea e Polifemo
Es spielt die Akademie für Alte Musik, Berlin unter Leitung von René Jacobs

    Die Homepage sagt:
    Während seines dreijährigen Italienaufenthalts gelangte der junge Händel 1708 auch nach Neapel, wo er – von den einflussreichsten Familien der Stadt umworben – für eine bevorstehende Hochzeit die Serenata Aci, Galatea e Polifemo komponierte. Die Geschichte des Schäfers Aci und der Meeresnymphe Galatea, deren Liebe der eifersüchtige Riese Polifemo ein tragisches Ende bereitet, gab Händel die Gelegenheit, ein reiches Spektrum an Affekten zwischen Idylle und Komik musikalisch zu schildern. Das hinreißende Werk verrät die Einflüsse von Händels neuem Umfeld, betritt mit seinen Klangfarben-Experimenten aber auch Neuland.

Concerti grossi im Mozarteum. Auf dem Programm stehen u.a. Konzerte von Vivaldi, Hasse und Nicola Porpora (kürzlich von Muti beim BR-Konzert vorgestellt).

    Die Homepage sagt:
    Mit der Lebendigkeit und Energie ihres Musizierens erobern Jean-Christophe Spinosi und sein Ensemble Matheus seit Jahren die internationalen Konzertpodien. In Jérôme Pernoo haben sie einen idealen Partner gefunden: Der junge französische Cellist, dessen Spiel so virtuos wie einfühlsam ist, erarbeitet für die Pfingstfestspiele zwei selten zu hörende Solokonzerte der Neapolitanischen Schule. Den Rahmen bilden Werke aus Vivaldis vielgestaltigem Ouevre und eines der Concerti grossi, die der englische Komponist Charles Avison nach Cembalosonaten des gebürtigen Neapolitaners Domenico Scarlatti schuf.


Saverio Mercadante • I due Figaro
o sia Il soggetto di una commedia
schließlich, die diesjährige Neuinszenierung im Haus für Mozart ist eine Koproduktion mit dem Ravenna Festival und mit dem Teatro Real, Madrid. Szenisch ist kein Aufreger zu erwarten, denn Muti dirigiert das Orchestra Giovanile Luigi Cherubini. Zum Einsatz kommen wie in den Vorjahren junge Sänger, die sich entweder in Salzburg bereits erste Sporen verdient oder andernorts Wettbewerbe gewonnen haben.

    Die Homepage sagt zu der Neuinszenierung:
    Saverio Mercadante, neben Vincenzo Bellini der bedeutendste Vertreter der „Scuola napoletana“ des 19. Jahrhunderts, komponierte I due Figaro 1826 für sein Debüt in Madrid, wo er bis 1831 als Musikdirektor der königlichen Opernhäuser wirkte.
    Das „Melodramma buffo“ spinnt die Geschichte rund um Figaro und den Grafen Almaviva weiter: Figaro hat sich mittlerweile zum eigentlichen Schlossherrn aufgeschwungen und will die Verheiratung von Inez, der Tochter des Grafen, mit einem seiner Kumpane einfädeln, damit er sich mit diesem die reiche Mitgift teilen kann. Er rechnet allerdings nicht mit Cherubino, der – inzwischen wirklich zum Helden gereift und Inez in Liebe verbunden – verkleidet und unter dem Namen Figaro im Schloss auftaucht …

Einen echten Muti und vermutlich den Höhepunkt des gesamten Projektes gibt es zum Schluß: LUIGI CHERUBINI • Requiem c-Moll

    Die Homepage sagt auch dazu etwas:
    Das Requiem in c-Moll, das Luigi Cherubini im Jahr 1816 für eine Erinnerungsfeier an die Hinrichtung Ludwigs XVI. schrieb, stellt einen Höhepunkt in der Geschichte der Kirchenmusik dar. Fern von purer Äußerlichkeit verbindet Cherubini darin seine meisterhafte Beherrschung polyphoner Satztechniken mit einer sensiblen Ausdeutung des Textes und großer Ausdruckstiefe. Dabei verzichtet Cherubini auf den Einsatz von Solostimmen. Zu den vielen Komponisten, die das c-Moll-Requiem bewunderten, zählte auch Beethoven, bei dessen Trauerfeier das Werk ebenfalls erklang.

„Wir wollen Neapels Geschichte in Salzburg atmen“, sagt der Patriot Riccardo Muti. Mal sehen, was uns Salzburg in Zukunft bieten wird.

Ich nehme an, Tickets gibt es wegen des Nicht-Mainstream-Programmes nach wie vor.

No comments yet

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: