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5. Akademiekonzert: Radu Lupu mit dem Bay. Staatsorchester

April 12, 2010

Radu Lupu hatte man sich eingeladen, einen weithin unterschätzten Pianisten, mir bekannt aus vielen Aufnahmen, die der Bayerische Rundfunk in den Achtzigern mit ihm brachte (vielleicht sogar auch heute noch) und die ich eifrig mitschnitt. Radu Lupu stand damals immer etwas im Schatten der ganz großen Pianisten, war ja auch noch relativ jung.

Auf dem Programm stand Beethovens 1. Klavierkonzert C-Dur. Schon zu Beginn liess sich ahnen, daß sich Orchester und Solist gut verstehen würden. Unter Kent Naganos gewohnt akzentuiert sensiblen Dirigat klangen die Streicher wie eine frische Frühlingsbrise oder auch wie ein leichter Mailufthauch, durchsetzt und umzingelt von der kapriziös virtuosen Klavierstimme. Auch die launischen Holzbläser hegten sichtliche Frühlingsgefühle und trieben es abwechselnd mit Orchester und dem Solisten. Das Konzert hatte eine geradezu intime Stimmung, die mich wegen ihrer Qualität an königliche (mindestens!) Hausmusik denken liess. Andererseits erinnerte es mich stark an meine Lieblingssymphonie, die Pastorale, die so gar nichts Königliches hat. Im Ernst: Der sehr gelungene erste Teil des Konzertes versetzte mich in eine Art positive Gelassenheit, die mich ein paar vermeintlich vermisste Töne locker verschmerzen liess.

Im zweiten Teil war dann Schluss mit Lustig. Brahms schrieb seine 1. Symphonie schliesslich nicht zum Spass. Davon morgen.

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