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Zu Besuch bei Maggy und Achuchu

Februar 28, 2010

Wollen Sie wissen, wie eine kenianische Prinzessin ausschaut? Hier ist eine.
Achuchu, von ihrer Schwester Margaret für die Patentante herausgeputzt, rannte mir entgegen, als unser Auto auf das Grundstück fuhr. Maggy hatte uns an der Hauptstrasse abgeholt und uns über eine unglaubliche Buckelpiste zu dem Dorf begleitet. Achuchu sah aus wie immer und war dennoch kaum wieder zu erkennen in ihrem Erscheinungsbild im Vergleich zu den letzten Jahren.
Traumhafte Landschaft, riesige abgeschliffene Felsen und sattgrüne Vegetation nach vorausgegangenem grossen Regen begleitete unsere Fahrt zu Margaret, die sich mit den Kindern schon seit Anfang Dezember bei den Schwiegereltern im Maseno-Distrikt aufhielt. Margaret und ihr Mann, die kleine Patricia und Achuchu verbrachten die Weihnachtsfeiertage, wie es in Kenia üblich ist, auf dem Land bei der Familie. Da Abel mit Maggy und Patricia jetzt eine eigene Familie hat, war es an der Zeit, eine Haus auf dem Land seiner Väter zu bauen. Das neue Haus von Maggy und Abel ist fast fertig. Es ist ein „three-room-house“, wie mir Maggy stolz berichtete. Die Lehmkonstruktion des semipermanenten Bauwerks muss jetzt etwa vier Wochen trocknen und darf nicht betreten werden. Dann können Türen und Fenster angebracht und die Innenwände geschlämmt werden. Maggy war sehr stolz, was sie in den paar Wochen geschafft hatten. Nun muss wieder gespart werden, damit das Haus beim nächsten upcountry Aufenthalt fertiggestellt werden kann. Es beruhigte mich zu sehen, daß Maggy in eine Familie hinein geheiratet hat, die nicht an der untersten Armutsgrenze zu leben scheint. Abel hat nur eine Schwester, die Weihnachten auch upcountry verbrachte. Sie lebt und arbeitet auch in Nairobi. Ich nutzte die Gelegenheit um Margarets „standing“ in ihrer neuen Familie zu stärken. Jedenfalls hoffe ich, daß mir das gelungen ist. Denn sie kam nicht nur mit leeren Händen dorthin sondern auch noch mit einer kleinen Schwester. Das obligatorische Foto mit allen am Ende des kurzen Besuches.

Natürlich gab es auch Geschenke. Kleidchen für Patricia und Achuchu und ein Lebensmittelpaket für alle, das auch hier gerne genommen wurde. Achuchu gefällt mir als Plastikkleid-Prinzessin fast besser als mit dem modischen Jeansrock-Outfit, das ihren immer noch vorstehenden Bauch betont. Ich muss mit Maggy nochmals sprechen, ob da wirklich alles gesundheitlich in Ordnung ist. Und Baby Patricia wurde natürlich umgehend in das neue Kleidchen gesteckt und auf dem Esstisch zur Besichtigung ausgestellt. So sind kenianische Frauen nun mal, die sich in nichts von denen aus München unterscheiden. Auf die Idee, daß ich bei Maggy noch mehr Kinder antreffen könnte, bin ich im Eifer oder besser der Hektik der Besuchsvorbereitung mal wieder nicht gekommen.

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