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BSO: Der Fliegende Holländer

Dezember 19, 2009

Geballte skandinavische Sangespracht versprach die Dezember-Serie des Fliegenden Holländers, Juha Uusitalo als Holländer und Matti Salminen als Daland, dazu Nina Stemme, wegen deren Hausdebüt an der Bayerischen Staatsoper als Senta ich wenigstens eine Vorstellung besuchen wollte. Mein Besuch war in der zweiten, und ich versuchte, die Sache unbeeinflusst von den bereits vorher gelesenen Kritiken anzugehen.

Was Nina Stemme als Senta von sich gab war sicherlich eine glänzende Gesangleistung. Ich kann allerdings nicht sagen, dass sie mich ihre Interpretation der Rolle in irgendeiner Weise emotional berührt hätte. Sie fand sich gut zurecht in dem für sie bestimmt ungewohnten Spinning-Studio und machte ihre Sache auch im Vernichtungsakt gut. Anstatt als Senta hätte ich sie allerdings lieber ein einer anderen grossen Rolle gesehen.

Matti Salminen, als Daland am Stock gehend, macht selbst mit Handicap Eindruck, während Juha Uusitalos Holländer gemischte Gefühle hinterliess. Ich hoffe, er findet zu seiner Form zurück. Ohne grössere Patzer habe ich das Dirigat von Cornelius Meister in Erinnerung. Das hätte schlimmer kommen können, wenn ich an die vorherige Serie denke. Der enthusiastische Jubel für ihn machte mich dennoch nachdenklich, ob denn mit meinen Ohren noch alles in Ordnung sei. Einen unzumutbaren Erik gab Endrik Wottrich, dessen Stimme gegen Ende nur noch als Krächzen wahrzunehmen war, wenn überhaupt. Der Verursacher dieser Besetzung gehört des Amtes verwiesen.

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