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Il Corsaro d’Amore

Dezember 1, 2009

Letzten Samstag zwang mich meine Grippe, in der Pause die glänzende Vorstellung von Il Corsaro in Zürich verlassen (zauberhaftes Bühnenbild, sehr gute Sänger). Heute war der Stau in der Tiefgarage schuld, dass ich nicht rechtzeitig ins Nationaltheater kam, natürlich nicht mehr eingelassen wurde und wie viele andere den ersten Teil der Premiere von L’elisir d’amore am Fernseher im Garderobenfoyer ansehen musste (zauberhaftes Bühnenbild, sehr gute Sänger). Warum also nicht aus zwei kurzen Opern eine lange machen?

Bayerische Staatsoper: Neuproduktion L’elisir d’amore


Ich zwang mich dazu, das Missgeschick gelassen zu nehmen, zeigten doch schon die lächelnden Gesichter der Besucher, die zur Pause das Parkett verliessen, dass der Abend ihnen Freude machte. Mir machte der live erlebte zweite Teil auch Freude, detailliert darauf eingehen werde ich, nachdem ich den Spass am Stück gesehen habe.

Das Regieteam um David Böschhatte viele zündende Ideen und offenbar die professionellen skills, sie punktgenau zwischen Spass und Klamauk umzusetzen. Ein Glücksfall auch die Sänger, die dazu bereit und in der Lage sind, solche Ideen zur verkörpern.

Bis auf Ambrogio Maestri (Dulcamara), hörte ich alle Sänger zum ersten Mal. Sehr überrascht war ich von Giuseppe Filianotis darstellerischem Vermögen; mein gepflegtes Vorurteil hätte ihm nie und nimmer zugetraut, dass er sich so in eine Rolle werfen würde. Respekt! und sehr gut gesungen hat er noch dazu. Nino Machaidze möchte ich gerne ein zweites Mal als Adina hören; darstellerisch ging sie ebenfalls voll in ihrer Rolle auf. Ein hinreissender Dulcamara war der Erzkomödiant Ambrogio Maestri, der mit seiner Basspracht wohl alle in Grund und Boden hätte singen können, was er aber nicht tat, sonst hätte er niemand mehr zum Spielen gehabt. Tara Erraught war eine drollige Giannetta. Belcore sang der mir ebenfalls unbekannte Fabio Maria Capitanucci.

mehr Bilder

Endlich mal wieder eine rundum gelungene Neuinszenierung im Nationaltheater, etwas das länger gefehlt hat, und die für die Zuschauer und das Haus selbst zu diesem Zeitpunkt mindestens ebenso wichtig ist wie für die ausführenden Künstler. Ich freue mich schon auf meinen zweiten Besuch am Freitag, an dem ich hoffentlich in den Genuss der vollständigen Vorstellung kommen werde. Dann werde ich auch den Dirigenten Juraj Valcuha und das Bayerische Staatsorchester gebührend würdigen.

Zum Videotrailer der BSO

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