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BSO: Lohengrin Publikumsgespräch

Oktober 26, 2009
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Weniger interessant als das Geschehen auf der Bühne war das sich an die Aufführung vom 25. Oktober anschliessende Publikumsgespräch unter der Leitung des Dramaturgen und eines akademischen gebildeten geistlichen Herren, nach eigener Aussage zweifach Besucher dieser Inszenierung. Die beiden Herren hatten es schwer, denn die Versammlung bestand aus einer grossen Anzahl bekennender „Regie“theater-Gegner. Deren Argumente: oberflächlich; es wird noch nicht mal versucht, den Metaphern der Inszenierung auf die Spur zu kommen. Der Ritter habe eine Rüstung zu tragen, so stünde es im Libretto, fertig. Und von Wüstenrot habe Wagner auch nichts geschrieben. Punkt.

So erfreulich es ist, dass sich die Bayerische Staatsoper dem Pulikum in Gesprächsrunden öffnet, bei einer verbesserten Diskussionsführung wäre die Zeit im Auditorium vor der Königsloge nicht nutzlos versessen.

Nun steht es ja jedem frei, ein Stück gut oder schlecht zu finden. Was mich ärgert ist nur immer der Alleinvertretungsanspruch dieser Kunstaufbewahrer. Ich finde den Jones Lohengrin ja auch nicht den grossen Wurf, aber es gibt für mich ärgerlichere Inszenierungen der Bayerischen Staatsoper und eines kann man Jones meines Erachtens nicht vorwerfen, nämlich dass er gegen die Musik inszeniert hat.

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