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Festspielsommer: Die Karawane zieht weiter

Juli 26, 2009

Theodora_Loy_Salzburg

Ich muss mich bis Ende August gedulden, ehe ich „Theodora“ sehen darf, die diesjährige Eröffnungproduktion der Salzburger Sommerfestspiele. Direkt üppig für Regisseur Christof Loy erscheint die Ausstattung auf Bildern wie dem obigen. Dann aber erweist sich das Bühnenbild als „echter Loy“. Obwohl der Stühle viele sind…. Hatte er nicht kürzlich beim Pubikumsgespräch nach Lucrezia Borgia verkündet, er würde wahrscheinlich in naher Zukunft auf leerer Bühne spielen?
Theodora_Loy_Salzburg2
Ich habe noch keine Premierenkritik zu Theodora gesehen oder gehört, freue mich aber schon sehr auf das weithin unbekannte Werk, auf das ich mich auch erst nach meinem Entschluss, ein paar Tage in Salzburg zu verbringen, vorbereitet habe.
Theodora_Loy_Salzburg3 Mein bevorzugter Regisseur und die vielversprechende Besetzung werden das ihre schon tun. Der Bayerische Rundfunk, von dessen Seite auch die Probenfotos stammen und der noch weitere Bilder bereithält, bringt am nächsten Mittwoch den Premieren-Mitschnitt. Beginn 18 Uhr 05 Bayern 4. Für meine Vorbereitung benutze ich die Harnoncourt Einspielung. Bei Youtube wurde eine komplette Glyndebourne-Produktion unter William Christie in 22 Teilen hochgeladen, die leider nicht getaggt ist. Deshalb hier ein Link zu Teil 18. Lorraine Hunt Lieberson als Irene singt „My sorrow fleets away“. Das Libretto zu der Rarität findet man überraschenderweise ebenfalls im Netz. Irene singt:

    New scenes of joy come crowding on
    While sorrow fleets away,
    Like mists before the rising sun
    That gives a glorious day.

Ausschlaggebend für meine Entscheidung, diesen Sommer auch nach Salzburg zu ziehen, war die zweite Rarität, die im diesjährigen Festspiel-Portefeuille zu finden ist, Rossinis Moïse et Pharaon unter Riccardo Muti in französischer Sprache. Wolfgang Sawallisch hat das Werk vor vielen Jahren in prominenter Besetzung in München in italienischer Sprache aufgeführt; die Aufnahme wurde bei Orfeo veröffentlicht. In einem Youtube Upload ist Ildar Abdrazakov als Moïse zu hören, der die Rolle auch in Salzburg singen wird. Sehen Sie sich auch noch den Anschluss zu „Des cieux où tu résides“ an, in dem die wunderbare Ensembleszene zwar nochmal enthalten ist, der dann aber die Öffnung des Roten Meeres zeigt und einen jungen Filianoti beispielsweise, der ganz vorzüglich singt und einen völlig verklärten Riccardo Muti bei der Arbeit.

Schliesslich gibt es eine weitere Produktion in Salzburg, die Joseph Haydn gewidmet ist, die von Christof Loy 2007 inszenierte „Armida“. Was Haydns Opern betrifft bin ich ein unbeschriebenes Blatt, konnte mich bisher auch noch nicht für eine CD entscheiden. Die derzeit angebotene Harnoncourt Einspielung schreckt mich wegen Bartoli, die ich nicht sehr mag. Ein paar Wochen habe ich ja noch Zeit.

Zu allem Überfluss steht in meiner Salzburg-Woche auch noch die Cosi in der Inszenierung von Claus Guth an, für die ich mir einstweilen noch keine Karte besorgt habe; für einen Stehplatz wird es vor Ort schon reichen.

Vor dem Urlaub gibt es nach „Bregenz-Manier“ vier abendliche Stippvisiten in Salzburg, drei zum Haydn-Zyklus unter Marc Minkowski und eine sonntägliche zu „Al gran sole carico d’amore“. Es ist ja nicht sooo weit nach Salzburg und die Anfangszeiten zu den Konzerten liegen schön spät, so dass man locker nach normalem Arbeitsende fahren kann und die Nono-Oper ist ohnehin am Sonntag.

Vor Salzburg liegt allerdings noch eine Restwoche München mit dem „Festspiel-Galakonzert“ und der „kapriziösen“ Angela Gheorghiu, dessen Karte ich mir mit etwas besserer Überlegung lieber nicht gekauft hätte, das Festspiel-Konzert am Mittwoch, auf das ich mich freue und der Festspiel-Falstaff, der eigentlich auch entbehrlich gewesen wäre, wenn ich jetzt darüber nachdenke, aber wer weiss schon im Januar, was im Juli los sein wird.

Zu all dem werde ich wahrscheinlich bis Ende nächsten Monats mehr oder weniger Senf abgeben. Bleiben Sie also dran.

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