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Festspiele: Norma

Juli 14, 2009

Dass der gestrige Abend erträglich war, ist alleine Edita Gruberova zu danken. Auch sie hatte nicht ihren allerbesten Tag, aber selbst an solchen hat sie die Kraft, einer Vorstellung etwas Besonderes zu geben. Sophie Koch hatte ihr Hausrollendebüt als Adalgisa, etwas flackrig zu Beginn, dann schönstimmig und gut spielend, im Duett des zweiten Aktes leicht unsicher wirkend (immer einen Tick zu spät). Andrew Richards kann zwar singen, ich kann sein protziges Gehabe trotzdem nicht leiden, deshalb kein Kommentar zu Pollione. Oroveso litt an seines Sängers brüchiger Stimme. Roberto Scandiuzzi, den ich ansonsten schätze, sang von Beginn weg unter Wert. Möglicherweise wurde sich das alles ganz anders lesen, wenn es im Orchestergraben etwas anders ausgesehen hätte. Stefan Anton Reck hatte zwar den Taktstock in der Hand, dafür das Geschehen im Graben und auf der Bühne nicht im Griff. Für den dumpfen, gleichförmigen Orchesterklang konnte er wahrscheinlich nichts – ich schätze mal, dass überwiegend Aushilfen angeheuert wurden und die erste Garnitur an der Ariadne im Prinze zugange war. Ähnlich problematisch sah es im Chor aus; unsaubere Intonation, kein geschlossenes Klangbild, (der eine oder andere Tenor wollte sich wohl solistisch hervortun), dazu die wackelige Abstimmung mit dem Dirigenten.
Ich blieb trotzdem bis zum Schluss. Dank Edita.

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