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Opernfestspiele-Fegefeuer

Januar 18, 2009

Bestimmt ist der allmächtige Wettermacher selbst für das herrliche Frühlingswetter verantwortlich, das den unermüdlichen Anstehern zum gestrigen Festspielkarten-Vorverkauf rotgefrorene Nasen ersparte. Seine himmlische Zerstreutheit vermutlich liess den alten Herrn das Treiben im großen Haus nebenan übersehen. Oder sein göttliche Barmherzigkeit, denn der Alte ist nicht katholisch. Das glaube ich wenigstens. Sonst hätte er es nämlich regnen lassen (müssen).

Der Ansteh-Wahnsinn bescherte mir die Möglichkeit des Generalprobenbesuchs zu Hans Pfitzners Palestrina in einer Inszenierung von Christian Stückl, dessen im SZ-Interview geäusserte leichte Frustration auf mich einen koketten Eindruck macht. Ich gehe nun nicht ganz unvorbereitet in die Premiere am Montag, denn Pfitzners Musik kenne ich so gut wie nicht, da seine Rolle und Gesinnung während der Zeit des Nationalsozialismus mein Interesse an seinem Werk bisher in Grenzen hielt. Abgeschreckt wurde ich aber nicht von dem, was ich Freitag im Nationaltheater hörte.

Meine Vorverkaufsausbeute ist erfreulich. Mit Ausnahme der Ariadne im Prinze und des Idomeneo im Cuvilliés-Theater, für die die wenigen günstigen Karten bereits ausverkauft waren ehe ich an die Reihe kam, habe ich wie in den Vorjahren für alle meine Wunschvorstellungen Karten bekommen. Dafür schlage ich mir auch schon mal eine Nacht im fremden Bett in München um die Ohren. Das umfangreiche Frühstück liess mich sogar des Intendanten freundlichen Wink mit dem Butterbreznstangerl übersehen, eine anerkennenswert nette Geste des Hauses, die den Leitungswechsel überdauert hat.

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