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Tranfunzel

Januar 5, 2009

Da habe ich doch glatt die gestrige Carmen-Vorstellung verpennt! Egal, da Carmen ohnehin nicht zu meinen Lieblingsopern zählt, hält sich das Bedauern des Verlustes entgangener Opernfreuden in Grenzen. Was mich allerdings vor 8 Wochen geritten haben mag, gleich noch für die zweite, morgige Vorstellung eine Karte zu kaufen, ist mir vollkommen entfallen. Ich schwärme weder für Jet-Set-Baritone noch für rustikale italienische Tenöre, noch hatte ich damals genug Kohle, um sie zum Fenster hinauszuwerfen. Aber was soll’s. Morgen ist jedenfalls für mich der Tag der Tage!

Ursache für meine gestrige Carmen-Schlafmützigkeit war indirekt aber doch Erwin Schrott, der in der Produktion von „La Damnation de Faust“ des Teatro San Carlo den Méphistofélès singt; zusammen mit José Bros (Faust) und Sonia Ganassi (Marguerite) eine attraktive Besetzung, und die Termine fallen zufällig mit meinem Kurzurlaub in der Gegend zusammen. Grund genug, meine Urlaubspläne um den Opernbesuch herum zu drapieren. Eine für mich ungewohnt frühe Planung zwar, aber wegen der Eintrittskarte unumgänglich. Da ich das Risiko nicht eingehen möchte, beim Verkauf der „günstigen“ Balconata-Karten am Tag vor der Vorstellung leer auszugehen, musste ich schon wieder ein teueres Ticket erwerben. Zuletzt riss die Premierenkarte für Lucrezia Borgia ein unkalkuliert tiefes Loch in meinen Beutel. Hoffentlich reisst das (oder besser der) nicht ein. Hohe Preise verlangen die im San Carlo, davon können deutsche Opernhäuser in Provinzhauptstädten nur träumen. Trotzdem freue ich mich natürlich, dass das San Carlo offenbar seine Existenzkrise überlebt. Das Saison-Programm, vor allem auch das diesjährige Konzertprogramm, ist klein aber fein. Da zahlt man auch gerne mal ein paar E-uro mehr.

Ein Nachsatz noch zu Lucrezia Borgia. Kürzlich kam ein Besucher durch folgende Fragestellung auf meine Seite: „Edita Gruberova. Lohnt sich das noch?“ Noch ehe der/die gute Mann/Frau seine Fragezeichen gesetzt hatte, waren die bisher im online-Vorverkauf erhältlichen Vorstellungen so gut wie ausverkauft. Ich hoffe, dass ich doch noch für eine weitere Vorstellung im März an eine der guten günstigeren Karten komme, denn einen der übriggebliebenen ganz seitlichen Stehplätze ohne Sicht mag ich dann doch nicht.

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