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In Berlin (3)

September 14, 2008

Angesichts der trüben Wetteraussichten und meines Bildungsdefizites hatte ich mir gleich bei der Ankunft in Berlin die sogenannte Museumsinselkarte für 29 Euro zugelegt, die neben der Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel auch alle Eintritte der Museen auf der Museumsinsel beinhaltet. An sich ein lohnender Kauf, allerdings sollte man beim Erwerb am Samstag vielleicht darauf hingewiesen werden, dass die Nationalgalerie am Montag geschlossen hat. Ich wollte da nämlich montags hin und fand noch nicht mal den Eingang, den man wegen Bauarbeiten zugehängt hatte.

Eine klassisch schöne Fassade und beeindruckendes architektonisches Interieur hat das Alte Museum, vorübergehende Heimat des Ägyptischen Museums und der Papyrussammlung.

Ich sehe mir gerne Skulturen aus vergangenen Kulturen an. Ich bewundere die klassische Schönheit der Proportionen, die tollen Materialien und die angewandten Techniken beeindrucken mich immer. Am stärksten sprechen mich Kunstwerke und Gegenstände aus dem alten Ägypten an. Die Art der Darstellung, die verwendeten warmen Materialien und Farben gefallen mir einfach. Und so gilt diese Dame hier zwar als die größte Attraktion des Museums, das allerdings sehr viel mehr und ebenso Schönes zu bieten hat. Diesen jungen Mann zum Beispiel, wobei ich mich nicht mehr erinnere, ob die Skulptur Echnaton darstellt. Ich zeige das Foto, bei dem noch dazu der automatische Blitz losgegangen ist – vielleicht sollte ich mal die Gebrauchsanleitung meiner Kamera lesen, irgendwie beherrsche ich sie nicht -, weil mir an allen ägyptischen Skulpturen mit Füssen die Schönheit der Zehen aufgefallen ist – schlank und lang und unverkrüppelt. Aber nicht nur Füsse sind fesselnd in dieser Sammlung. Besonders schön fand ich die Skulturen von Personengruppen, denen man ganz viel entnehmen kann, auch die Sarkophage und vor allem die Papyrus (Plural?). Ich gehe da ganz sicher nochmal hin irgendwann.

Ganz anders mein Besuch im Pergamon Museum am Tag zuvor. Nach einem ausgiebigen Rundgang durch die dort gerade stattfindende Ausstellung Babylon. Mythos und Wahrheit und der dortigen Sprach- und Bilderverwirrung zog es mich wieder zurück zum Eingangsbereich des Museums mit seinem Hauptobjekt. Anders als im Ägyptischen Museum kann ich dort nur ehrfürchtig staunen über die Größe des Pergamonaltars, seine achitektonische Schönheit, die monumentale Vielfalt der Giganten des großen unteren Frieses und die Telephos Legende, die das Fries im oberen Saal erzählt.

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