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Schon wieder Un ballo in maschera

Dezember 18, 2007

Zwar wollte ich heute meinen Eindruck von letzter Woche überprüfen, so ganz funktionierte das allerdings nicht, denn für Ramón Vargas, der erkrankt war, übernahm Massimiliano Pisapia die Rolle des Gustavo. Natürlich war ich etwas enttäuscht, als ich von der Umbesetzung hörte, allerdings bot sie auch die Möglichkeit, einen Vergleich zu ziehen. Stimmlich gab es an der Darbietung Pisapias nicht auszusetzen. Natürlich hat er nicht ganz die Möglichkeiten, die Vargas hat, nicht den perfekten Atem, nicht die großen Bögen, aber er hat eine gute, zuverlässige Höhe, die durchaus auch Strahlkraft besitzt. Durch den Neuzugang veränderte sich allerdings der Gesamteindruck der Oper stark. Violetta Urmana hat eine Röhre, Lana Kos‘ Koloraturen sind nicht gerade filigran und locker, Vassallo kann auch aufdrehen; da kam Pisapia gerade recht. Langer Rede kurzer Sinn: es war mal wieder laut auf der Bühne. Unter den Groben war Vassallo der Feinste. Allerdings wurde wirklich gut gesungen. Was fehlte war Tiefgang, Charakter. Sogar meine Lieblingsklarinette hudelte ihren Part etwas herunter.
Das Publikum indessen hustete, papierlte, schwätzte und genoss. Und applaudierte vorzugweise bereits einen Takt ehe Arie oder Ensemble zu Ende war.
Dafür gibt’s morgen Königskinder.
Vermutlich ohne Umbesetzung.

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