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Verona – nach Nabucco

September 4, 2007

Ein warmer Morgen, der wettermässig etwas unzuverlässig aussah, erwartete mich. Und prompt regnete es, als der Bus in der Stadtmitte eintraf, also entschied ich mich gegen das Aussteigen und für das Weiterfahren. Ich fuhr mit dem 12er Bus über die Etsch bis zur Endhaltestelle und wieder zurück und bekam einen kleinen Eindruck über Veronas Stadtviertel ausserhalb der historischen Altstadt. Dann aber spazierte ich durch die Via Roma die paar Schritte Richtung Etsch zum Castelvecchio. Da es schon wieder tröpfelte fiel die Wahl auf das Museum im Castelvecchio AUGUST_2007 059 (Eintritt 4 Euro). Hier der Blick auf den Eingang zum Museum.
Das Castelvecchio, eher Festung als Schloss, verfügt über wunderschöne kleine und grosse Innenhöfe. AUGUST_2007 046 AUGUST_2007 048 Das ganze Museum macht einen liebevoll gepflegten Eindruck. Die Säle sind klein. Gemälde sind nach Themen oder nach Künstlern und Künstlergruppen zusammengestellt. Es werden vor allem Bilder Veroneser Maler und Venezianischer Maler gezeigt, aber auch ein paar internationale Exponate sind zu finden.

Das kleine, feine Museum beherbergt die größte Anzahl an Madonnenbildern, die ich je gesehen habe, was daher kommen mag, dass die meisten Exponate aus Veronas Kirchen stammen. Dieses Bild erinnert mich sehr an die Madonna im Rosenhag von Martin Schongauer, auch die Farben sind sehr ähnlich. Es ist eines der bedeutendsten Werke des Museums.

La madonna del roseto, die Stefano di Verona zugeschrieben wird.

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„Madonna della quaglia“, Madonna mit der Wachtel, von Pisanello. Leider sind meine Fotos sehr unscharf geworden, keine Ahnung, was dabei schiefgegangen sein könnte.

„Madonna col Bambino in piedi“ von Giovanni Bellini, mit einem sehr weltlich schauenden Kind und einer starken Betonung der Hände der Madonna. AUGUST_2007 053

Im Saal der ausländischen Maler AUGUST_2007 052 ein einzelnes Bild von Peter Paul Rubens, „Die Dame mit den Lichtnelken“, von der es hier eine bessere Fotografie gibt.

Ein Blick auf die Zinnen des Castelvecchios
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Selbst aufkommendes Gewitter AUGUST_2007 058 kann den schönen Blick über die Etsch nicht trüben AUGUST_2007 056

Ein paar Haltestellen weiter flussaufwärts befindet sich San Zeno, zusammen mit der Arena das bedeutendste Bauwerk Veronas. Die Kirche liegt etwas zu weit ab vom touristischen Zentrum. AUGUST_2007 064 Touristen waren hier fast keine zu sehen. Wunderschön der sehr grosse Platz mit den beiden Türmen aus unterschiedlicher Zeit, die die Kirche einrahmen. Im angrenzenden Kloster finden sich verborgene Innenhöfe mit schönen Kreuzgängen und Arkaden. AUGUST_2007 067

Ich dachte mir, es könne nicht schaden, dem Schutzherrn Veronas eine Kerze zu opfern. AUGUST_2007 068 Schon alleine wegen des Zurückkommens. Die Statue San Zenos ist aus Holz, der Meister unbekannt. Das Gesicht ist schwarz wie häufig bei alten hölzernen Figuren.

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