Skip to content

Comunque la Sicilia è bella!

Mai 4, 2007

„Comunque la Sicilia è bella“, das hörte sich an wie ein Stoßseufzer der italienischen Signora, die ich vor dem Salzmuseum in Trapani traf. Ich fragte sie nicht nach ihren Vorbehalten. Mich selbst störten nur wenige Dinge auf der Insel: die extrem schlechte Wegweisung in der Provinz Trapani zum Beispiel, chaotische Zustände auf den Strassen der Städte, die einsetzende Farbenblindheit der Verkehrteilnehmer sobald sie mit einer Ampel konfrontiert sind. Daraus erklärt sich auch der äusserst zähe Verkehrfluss auf Kreuzungen bei Grün, wo man ja nie wissen kann, ob der Gegner auch wirklich Rot sieht. Sizilianische Ampeln sind, wie in Italien häufiger anzutreffen, übrigens immer ROT und signalisieren rot, gelb, grün durch darunter angeordnete kleinere Lichter, was bei dem Touristen zur anfänglichen Irritierung führen kann. Die zuweilen etwas abenteuerliche Verkehrsführung nervte mich zwar zunächst, allerdings kann man sich auch daran gewöhnen und es lustig finden, dass man nie sicher sein kann, auch dort anzukommen, wo man hin will. Meine Wagschale positiver Eindrücke dagegen wiegt deutlich schwerer. Aber Italiener können sicherlich neben sorgsam gehegten Vorurteilen gegen ihre Landsleute aus dem Mezzogiorno auch begründete Sorgen mit ihren südlichsten Landesteilen haben.

Bereits auf dem Rückweg von Selinunte bin ich ab Marsala über die alte Salzstrasse mit ihren vielen alten Windmühlen und den hohen Salzbergen neben der Strasse nach Trapani gefahren und hatte mir vorgenommen, nochmals zurückzukehren, weil die Sonnenuntergänge dort besonders schön sein sollen. Den Abend nach dem Ausflug nach Favignana verbrachte ich also in den Salinen von Trapani. Die Salzlagunen sind frei zugänglich. Am Abend sind nur wenige Spaziergänger unterwegs und einige wenige Einheimische, die am Rand der Saline in hohen Stiefeln nach der Muscheleinlage für ihren Sugo suchen. Tagsüber ist dort sicher mehr Betrieb, denn die Saline steht auf dem Besuchsprogramm der meisten Rundreisen.


Blick über die Verdunstungsbecken zum Salzmuseum. Die „Mulini“ sollen die Verdunstung des Wasser beschleunigen


Im Hintergrund die Umrisse von Favignana

Während ich auf den Sonnenuntergang wartete, beobachtete ich, dass es neben vieler Wasservögel ausserhalb auch auch Leben im Wasser herrscht. Ständig sprangen nämlich irgendwelche Fische in die Luft. Ich dachte, wegen der hohen Salzkonzentration gäbe es dort keine Fische.


Hierbei handelt es sich nicht um die Verkündung einer weiteren unbefleckten Empfängnis sondern um eine ganz alltägliche Erscheinung.


Und das soll es nun auch aus Sizilien gewesen sein

Sizilien ist schön, ohne Wenn und Aber.

Advertisements
No comments yet

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: