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Der Stern von Bethlehem

Dezember 22, 2006

Das Weihnachtskonzert des BR Chors und Orchesters war eine gute Wahl zum Start in die staade Zeit. Rührseliges wurde nicht geboten, obwohl der zweite Teil des Konzertes sehr romantische Musik enthielt.

Der Name Josef Gabriel Rheinberger war mir aus dem katholischen Gesangbuch bekannt, mit dem ich als Kind in die Kirche gegangen bin. Seitdem ist mir der Name nicht mehr begegnet. Umso überrascher war ich als ich las, wieviele Werke er hinterlassen hat und keineswegs nur Kirchenmusik. Das Oratorium „Der Stern von Bethlehem“ hat eine besondere Entstehungsgeschichte, die man im Programmheft nachlesen kann. Rheinberger hat Gedichte seiner Frau Fanny vertont während sie bereits todkrank war. Während der Uraufführung des Werkes an Weihnachten 1892 in Dresden sass er an dem Krankenbett seiner Frau.

Josef Gabriel Rheinberger
»Der Stern von Bethlehem«
Weihnachtskantate für Soli, Chor und Orchester, op. 164
Nr. 1 Erwartung. Molto moderato
Nr. 2 Die Hirten (Pastorale). Allegretto
Nr. 3 Erscheinung des Engels. Andante maestoso
Nr. 4 Bethlehem. Maestoso
Nr. 5 Die Hirten an der Krippe. Molto andante
Nr. 6 Der Stern. Allegro
Nr. 7 Anbetung der Weisen. Adagio non troppo
Nr. 8 Maria an der Krippe. Moderato
Nr. 9 Erfüllung. Moderato

Vor diesem überraschend schönen Werk wurde Schuberts grosse As-Dur Messe für Soli, Chor und Orchester As-Dur, D 678 musiziert.

Ausführende
Mojca Erdmann – Sopran
Barbara Senator – Alt
Maximilian Schmitt – Tenor
Alfred Reiter – Bass

Das Solistenquartett war jung, sang unmanieriert und sehr homogen.Kompliment! Im Stern von Bethlehem war vor allem die Sopranistin gefordert, deren Stimme hervorragend mit dem Chor harmonierte.

Zum ersten Mal sah ich den jungen künstlerischen Leiter Peter Dijkstra des BR-Chores ein Konzert mit dem grossen Orchester dirigieren. Seine ausladenden Körper- und Armbewegungen haben mich etwas irritiert. Das Ergebnis rechtfertigt allerdings alles und relativiert die subjektive Beobachtung. Die Qualität des Chores ist gewohnt aussergewöhnlich. Es ist die reine Freude, ihnen zuzuhören und auch zuzusehen, mit welcher Konzentration sie bei ihrer Sache sind. Das Symphonieorchester dieses Mal in einer untergeordneten Rolle, dem Chor dienlich, und so hat Dijkstra auch zu Recht dirigiert.

Das Konzert wurde aufgezeichnet und ist am Montag, 25. Dezember 2006 um 14.00 Uhr auf Bayern 4 Klassik zu hören. Von dem Stern von Bethlehem wünschte ich mir eine CD, denn das Werk ist wirklich aussergewöhnlich schön.

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