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Opernschätze schürfen

Dezember 8, 2006

Heute hat der Vorverkauf begonnen für Roberto Devereux und wie nicht anders zu erwarten, hat der online-Kartenvorverkauf zum Verkaufsbeginn um zehn Uhr mal wieder schlapp gemacht. „Zu viele gleichzeitige Zugriffe“, wird Marketing einmal mehr argumentieren. Na ja. Immerhin habe ich zu Mittag noch eine sehr ordentliche Stehplatzkarte in der Galerie Mitte ergattert. Das ist ja auch schon was. Langsam gewöhne ich mich wieder an die Stehplätze, und so ganz unkomfortabel sind sie gerade in Galerie Mitte ja auch nicht. An eine der wenigen guten und günstigen Sitzplatzkarten zu kommen, ist um diese Zeit natürlich illusorisch.

Vor ein paar Tagen erhielt ich einen Brief vom Max-Josephs-Platz: „Ich gehe auf eine weite Reise. Wollt Ihr mir Eure Pistole leihen? Da sich die Werther Neuinszenierung überraschend schlecht verkaufte, sah man in München wohl keinen anderen Ausweg. Ich habe ihnen natürlich keine Pistole geliehen, denn erstens habe ich gar keine Pistole und zweitens weiss man bei solchen Institutionen nie, ob man die Pistole jemals wieder sehen würde. Vielleicht deswegen gibt es inzwischen noch immer Karten, sogar noch welche für die Premiere (nur schlechte teuere) und für die nachfolgende Aufführungsserie (schlechte und teuere). Und nicht unerwartet hat auch der Umbesetzungsteufel vor ein paar Tagen zugeschlagen: Anstelle von Ivor Bolton dirigiert jetzt Daniel Oren, der auf jeden Fall besser aussieht als Ivor Bolton. Mein erster Gedanke war zwar, dass der nächste Absager wohl Marcelo Alvarez sein würde. Allerdings ist das bei einer Regieführung unter Jürgen Rose wohl eher nicht zu erwarten. Schliesslich hat sich Alvarez auch in die unsägliche Roméo et Juliette Inszenierung von Andreas Homoki geworfen, wenn auch vielleicht nur, um die Frau Blasi an die Wand zu singen. Gerade habe ich mir mal die wenigen Aufführungstermine dieses Stücks an der BSO angesehen, denn inzwischen gehört es zu den abgesetzten Stücken. Premiere war am 30. Mai 2004 und es dirigierte der unvergessliche Marcello Viotti. Man hat es wahrscheinlich nach seinem Tod so schön nie mehr gehört.

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