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Götterdämmerung

November 22, 2006

Um es vorwegzunehmen, Frau Schnaut sang die Brünnhilde am Sonntag und sie liess erahnen, wie das einmal geklungen haben mag. Ihre Verkörperung dieser Rolle in dieser Inszenierung ist so aus einem Guss, dass die bekannten stimmlichen Vorbehalte, die ja auch Geschmackssache sind, in den Hintergrund treten. Ein beachtlicher Abschied. Stig Andersen war zu Beginn noch etwas beeinträchtigt, fand aber im dritten Aufzug zu der von ihm erwarteten Form. Matti Salminen als Hagen, Mihoko Fujimura als Waltraute, die anderen Mitwirkenden und vor allem das Staatsorchester hinterliessen einen blendenden Eindruck und gaben ein gutes Gefühl mit auf den Heimweg. Peter Schneider schien etwas überrascht von dem Jubel und der einhelligen Zustimmung nachdem er doch in München schon hat etliche Schmähungen einstecken müssen.

Nun habe ich also meinen ersten Ring überstanden. Und werde einen zweiten wohl so schnell nicht erleben können. Obwohl es wichtig wäre, die einzelnen Abende nachzuarbeiten. Ich fände es auch wichtig, genau diese Alden- Inszenierung nochmal zu sehen, denn während der Aufführung flog die Zeit nur so dahin, dass Augen und Ohren gar nicht alles gleichzeitig aufnehmen und schon gar nicht die ganzen Sinn- oder Unsinnbilder und Deutungen erkennen können.

Schön war es auf jeden Fall und die Anstrengung wert. Auch wenn es den Zaubertrank nur auf der Bühne gab.

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