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Kühler Kopf oder feuchte Hände?

Oktober 23, 2006

In diesen Minuten beginnt der zweite des Teil des ersten Tages des KCSE, des kenianischen Abiturs. Heute ist Englisch an der Reihe, den ersten Teil haben die Kandidaten heute Vormittag schon hinter sich gebracht, der zweite Teil der Prüfung umfasst Sprachverständnis, Literatur und Grammatik. Der letzte Prüfungsteil Englisch folgt am Donnerstag. Morgen folgt die erste Mathematikprüfung, der Knackpunkt für die meisten Schüler. Am 13. November wird laut Prüfungs- ablaufplan der Examensbehörde alles vorüber sein.

Zum ersten Mal nimmt einer meiner Schützlinge an der Prüfung teil, was sich in den nächsten Jahren ändern wird, wenn jeweils eine(r) bis zwei zur Prüfung kommen. Um das Bestehen seiner Prüfung mit ordentlichen Noten muss sich Dan nicht sorgen, denn er ist ein sehr guter Schüler. So gut, dass er sich sehr wohl sorgen wird, sich auch wirklich richtig vorbereitet zu haben und dann auch die guten Tage zu erwischen, um eine sehr gute Durchschnittsnote zu erzielen.

Auch zwei der im boy house lebenden Jungs legen die Prüfung ab, wobei Nico auch ganz gute Chancen auf einen sehr guten Platz hat, Ken dagegen kann die Prüfung unbekümmert schreiben, falls er sich gut vorbereitet hat, denn das Gute an der Sache ist, dass niemand durchfallen kann. Gleichwohl ist ein gutes Ergebnis wichtig, denn es entscheidet über zukünftiges Wohl und Wehe, wie die Zulassung zum College oder Polytechnikum oder gar über die Zulassung zur Universität und eventuelles Stipendium. Ein duales Bildungssystem gibt es in Kenia leider nicht. Man mag von unserem System halten, was man mag, das duale System an sich hat bei entsprechender Ausbildungsqualität große Vorteile.

Etwas irritiert hat mich ein Artikel aus der Daily Nation von heute, der besagt, dass die Prüfungskandidaten jeweils die drei Pflichtfächer, Englisch, Kiswahili und Mathematik, mindestens zwei naturwissenschaftliche Fächer, eines aus der Gruppe Geschichte, Geographie und Religionen sowie ein praktisches oder technisches Fach belegen und sich der Prüfung unterziehen müssen. Dan hat weder ein praktisches noch ein technisches Fach belegt, die fast alle nicht an St. Mathew angeboten werden, und ich hoffe doch sehr, dass die Nation sich einmal wieder vertan hat.

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