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Mare mosso, nuvole grasse

Oktober 5, 2006

Das ist nicht etwa mein Abendmenu, sondern das Wetter, das uns gestern bei der Ankunft in Olbia erwartete. Warm war es dennoch. Und eine schoene Erinnerung ist bereits jetzt der Duft, der einen beim Verlassen des Flughafens in Olbia erwartet. Nach Gewuerzen und Blueten.

Sogar zwei Regentropfen trafen mich auf dem Weg zu Hertz. Mein Auto fuer die naechsten Tage ist ein Lancia Ypsilon, gewoehnungs- beduerftig, fuhr sich zunaechst wie ein Traktor. Das Auto ist neu, zwei klitzekleine Lackschaeden hat mir die Hertzdame aufgemalt. Allerdings war die Tuer ganz schoen verbeult, was davon kommt, wenn man keine Ruecksicht auf Mauern oder Parknachbarn nimmt. Den Schaden wollte ich eigentlich noch auifmalen lassen. Der Parkchef wollte ihn aber nicht sehen, sondern zeigte mir, wo der Schaden in etwa sein koennte und sagte, das zaehle nicht als Schaden. Na ja, wenn er es sagt.

Ich habe mich schnell an das Autochen gewohnt. Eilig darf man es nicht haben. Muss man aber auch nicht, denn hier geht es langsam voran. Beim Ueberholen waeren ein paar PS nuetzlich, aber inzwischen kann ich auch zurueckschalten, um einen besseren Zug zu erhalten.

Ich fuhr die kleinen Strassen an der Kueste entlang bis nach Arbatax. Da kommen fuer 150 Kilometer gleich ein paar Stunden zusammen. Schoene Landschaft, kleine Doerfer, schoene Ausblicke auf Berge und Meer, wenig Verkehr. Im Sommer stelle ich mir das muehsam vor, da moechte ich hier nicht fahren muessen.

Auch dieses Mal habe ich mit meiner ersten Unterkunft einen Gluecksgriff getan. Das Hotel Poseidonia liegt am Ortseingang von Arbatax und ist, wie angenommen, kein ausgesprochenes Ferienhotel. Es ist wunderschoen. Einmal mehr kann ich mich ueber mein Zimmer nicht beklagen. Es ist so schoen, dass ich ihm spaeter einen extra Eintrag widmen moechte.

Gegessen habe ich im Hotel, das ein ausgezeichnetes Restaurant haben soll. Es blieb seinem Ruf nichts schuldig. Eine Art Tortelloni, mit Kartoffeln gefuellt, eine sardische Spezialitaet, hatte ich als primo. Acht liebevoll arrangierte Nudelkoestlichkeiten, einzeln betraeufelt mit Tomatensosse und grob geraspeltem Pecorino. Zuvor und danach gab es Weissbrot und frisches pane carasau. Nach der Pasta gab es eine filierte Orata und ein bisschen Salat. Beendet habe ich die karge Mahlzeit mit einer Portion Pecorino, das war ein Muss. Getrunken habe ich natuerlich auch etwas, den sardischen Hauswein, den ich allerdings leicht unterschaetzte. Der halbe Liter, den ich zum Essen allerdings nicht schaffte, sondern den Rest mit aufs Zimmer nahm, zog mir echt die Fuesse weg.

Heute ist deshalb Enthaltsamkeit.

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