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Händlmaier goes Africa

August 10, 2006

Mit Hindernissen.

Vorgestern Abend kurz nach der Arbeit und kurz vor acht beim toom: Ich mal wieder ohne Plan für’s Abendessen, dabei hatte ich unerwartete Fleischeslust. McDoof war vorvorgestern.Und einmal Kotzen pro Woche reicht. Da seh‘ ich über dem Frischfleischregal Afrikanisches: Masai-Sauce, Serengeti-Dip und Zulu-Marinade (vielleicht sind die Namen nicht ganz authentisch, werd ich nochmals überprüfen), mit Zebra-Schraubverschluss, von Händlmaier, Regensburg. Klingt spannend, oder? Ich meine, das Zebra müsste man theoretisch noch dazu erlegen, damit das Abendessen in sich stimmig ist. Aber vielleicht täte es ja ein Hühnerbein auch, oder zwei. Nyama choma, mhmmm. Bis neun Uhr ist es hell. Das ginge schon.

Ich greife mir die drei Fläschchen, die als Sonderangebot mit so einer Plastikhaube zusammengemacht waren (Zulu, Massai und Serengeti) – und wusste nicht, wie mir geschah: es krachte, splitterte – vor mir auf dem Boden Millionen winziger Glasscherben: Das Sonderangebot brach auseinander und traf die Glassscheibe des Fleischregals, die in Tausende kleinster Glassplitter zerbrach. Die drei Fläschchen blieben unversehrt. Da guckste vielleicht blöd als Kunde. Havarie im Fleischregal. Für das Geld, das die Scheibe kosten wird, kann ich lange nyama choma … dachte ich wenigstens in der ersten Schrecksekunde.

Passiert ist natürlich gar nichts, denn Frau Käse und Herr Fisch standen gegenüber und schauten der chose interessiert zu, erteilten mir Absolution und bewaffneten sich mit Besen und Schaufel, um die Katastrophe vor Feierabend zu entschärfen.

Ganz ohne Vorwurf kann man die Händlmaiers nicht entlassen: Marketingmässig ist das Ding nicht flüssig konzipiert: Maasai, Serengeti, Zulu passt irgendwie nicht zusammen, mir scheint es wenigstens. So geht’s schon mal los. Der gemeinsame Nenner Afrika ist zu wenig, Herrschaften! Oder was steckt dahinter, Grzimeck, Corinne Hofmann und ein paar Zulu im Baströckchen als Verkaufshilfe? Und ausserdem ist das Zeugs alles viel zu scharf, wenn auch recht schmackhaft. Und die Deckel auf den einzelnen Fläschchen sind zwar wunderschön schwarz-weiss – die schönsten Schraubverschlüsse auf Fertigsossen ever – aber wenn ihr die im Gebinde verkaufen wollt, müsst ihr dafür sorgen, dass euere potentiellen Kunden wenigstens damit hinter die Kasse kommen und sich nicht vorher schon umbringen.

Bitte sich den Senf zu Herzen zu nehmen.

PS: Heute sehe ich, dass man sogar eine Extra-Webseite kreiert hat – Wild African Feinkostsaucen. Also, wild sind sie ja….

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