Skip to content

Bata in Nairobi

Oktober 10, 2005

Nach den diversen Besuchen bei den Eltern meiner Mädchen war es schon spät am Samstag Nachmittag geworden. Dabei hatten sie sich Sportschuhe gewünscht, die sie natürlich auch brauchten und ich wollte mir die Gelegenheit nicht entgehen lassen, sie zusammen mit ihnen einzukaufen. Der erste Versuch fand in dem naheliegenden Supermarkt in Kayole statt, der aber schnell als untauglich abgetan wurde: keine Auswahl und keine Mädchenschuhe. Also wurden zwei Mädchen, ein Junge und die Frau Direktor auf den Rücksitz des antiquarischen Golfs gepackt und ab gings in die City. Der Herr Direktor verschwand im Internetcafé und wir in dem ersten kleinen Billigschuhladen. So ganz sagte mir das nicht zu, das sah mir C. wohl an, denn erstens brauchten wir so eine Ewigkeit, bis alle zu Potte kommen würden, und so richtig schön waren die Schuhe auch nicht. C’s. zweifelnder Blick auf mich und ab ging es über die Strasse zu einem grossen modernen Schuhgeschäft . Ich nickte C. zu und wir gingen hinein.

Nun hatten wir zwar die Wahl aber die Kids hatten auch die Qual. Zuerst wurde geschaut, wirklich nur geschaut. Das konnte ich aber gut verstehen, das ginge mir genauso. Dann sollten sie probieren. Für die Mädchen war dann aber doch nicht die ganz grosse Auswahl da. Also wurde wieder überlegt. Margaret entschied sich ziemlich schnell gegen Sportschuhe und für Safari Boots, die eine Anschaffung fürs Leben sein sollen. Ich hätte zwar auch gerne ein paar gehabt, denn optisch haben sie mir gut gefallen, waren mir als Schuhe dann aber doch zu hart, obwohl aus Wildleder. The boot that say you know Africa!

Nach einigem Hin und Her entschieden sich auch Rose und Dan für schicke Rennschuhe. C. liebäugelte mit ein paar Sneakers, Margaret brachte ein paar süsses kleine Turnschuhe für den kleinen G.G. – da konnte ich doch selbst nicht wirklich unbeschuht nach Hause gehen?! Ich fragte schüchtern, ob man auch Tennisschuhe habe? Hatte man, noch dazu richtig bequeme. Wir kauften also Wunschschuhe für jeden, die passenden Socken. Dass der Laden inzwischen geschlossen hatte, das Personal aber ohne jeglichen Hinweis oder gar Murren blieb, möchte ich nun doch erwähnen.

Zur Feier des Tages ging es anschliessend zu Steers, eine der beiden Fast Food Ketten. Auch hier wieder nicht unbedingt der Heisshunger auf Hamburger (Margaret legte ihren ungegessen zu Seite und ass Frites und Salat). N. nahm Pizza in Erinnerung an den Italienbesuch, ich bestellte eine dazu für alle zum probieren, sie wurde erstaunlicherweise gegessen, auch meine italienischen Art Tramezzini. Die Hamburger waren nicht so der Hit, und das fand ich gut so. Diese Art Essen ist der Jugend der Welt wohl nicht angeboren, obwohl man auch in Slums hin und wieder fernsehen kann.

Es war schon stockfinster, als wir uns vor dem Hotel bis zum sonntäglichen Ausflug verabschiedeten, wo mich meine beiden Mitreisenden nach ihrer samstäglichen Stadtrundfahrt schon erwarteten.

Advertisements
No comments yet

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: