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Wiedersehen am 20. September

Oktober 2, 2005

Bei der Ankunft im Fairview traf ich Charles, den Taxifahrer vom letzten Mal wieder, mit dem wir die Fahrt nach Kayole am nächsten Morgen vereinbarten.

Bei der Ankunft sah ich gleich viele bekannte Gesichter. Viele Hände wurden uns entgegengestreckt auf dem Weg in den zweiten Stock, um uns zu begrüssen. Das kleine Schulbüro war leicht überfüllt, Adelaide, die Sekretärin, Joram und Philip, Konrektor und Rektor und der Herr Direktor. Ich hielt mich etwas zurück, da meine Mitreisenden zum ersten Mal da waren und hielt Ausschau nach meinen Kindern. Das Wiedersehen war diesmal natürlich anders als beim ersten Mal, viel entspannter. Wir nahmen uns in den Arm und freuten uns. Ich habe gleich bemerkt, dass meine vier St. Mathewler sich untereinander gut verstehen. Das sollte sich auch in den nächsten Tagen noch deutlich zeigen. Immer wieder kamen Jugendliche, die ich beim letzten Mal interviewt hatte und die inzwischen einen Paten gefunden hatten, um sich bei mir zu bedanken. Sie verbinden ihre Patenschaft mit mir, und das war nicht nur an diesem Tag so. Ich wurde täglich umarmt und bedankt, manchmal von den gleichen Leuten mehrmals täglich. Unsere kleine Krankenhaustruppe vom letzten Mal fand sich auch ein, und ich bin froh, dass sich für die Jugendlichen alles zum Besten gewendet hatte in der Zwischenzeit. Sie sind ihren Paten sehr dankbar, dass die Behandlung ermöglicht wurde.
Gerade wollte ich ein paar Fotos vom Wiedersehen hochladen, denn der Fotoapparat ging wieder, nachdem ich am Morgen in Nairobi einen 128 KB Memory Stick für sage und schreibe rd. 130 Euro erstanden hatte, bemerke aber gerade, dass es von dem Wiedersehen mal wieder keine Fotos gibt. Fräulein Rose hat sich des Apparates bemächtigt und ist sofort in der Schule losgezogen, um alle möglichen Situationen abzulichten. Auch gut. LOL

Am Nachmittag ging es nach Soweto. Das Wiedersehen mit Margaret war erwartungsgemäss auf beiden Seiten etwas feucht. Esther und Fidelis sind auch nicht mehr so scheu wie beim ersten Mal. Esther freute sich über den dicken Wälzer mit den Geschichten aus 1001 Nacht. Damit wird sie ein paar Monate beschäftigt sein. Fidelis bekam ein Ravensburger Tierpuzzle und ein Kuscheltier für die kleine Schwester. Allen Mädchen hatte ich aus der Mara kleine Armbänder mitgebracht.

Beim Vorbeigehen winkte ich kurz in die vierte Klasse, die die grösste in Kwa ist, die Lehrerin rief mich rein, ich hatte sie beim letzten Mal schon besucht. Einer der Jungs bat mich zur Begrüssung etwas zu singen, mir fiel blöderweise nur „Jambo, jambo bwana“ ein, aber das reichte auch schon, denn sie rockten gleich los, etwa fünfzig an der Zahl. Ich musste nicht mehr singen. Carolyne kam auch dazu und so sangen sie halt zusammen. Die sangen mir nichts vor. Die sangen aus Spass am Singen.

Viel zu schnell verging der erste Tag, und um halb fünf wartete schon wieder Charles, um uns in die Stadt zurückzubringen. Meine beiden Mitreisenden bezogen ein neues Zimmer der gleichen Kategorie, mit dem sie nun für den Rest des Aufenthaltes voll zufrieden waren.

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