Archive for Mai 2008
They call it BLUE MOONING
„We call it „blue mooning“, schrieb mir ein Freund, dem ich von dem unverhofften Zusatzjob erzählte, den ich vor ein paar Wochen gekriegt habe. Den Ausdruck kannte ich nicht und er passte viel besser zu der freudigen Stimmung, in der ich damals war (und noch immer bin). Klingt auch viel besser als „sie kam zu dem Job wie die Jungfrau zum Kind“ oder ähnliche Sprüche.
Wie bei so vielen angestellten Arbeitnehmern ist auch bei mir der oftbeschriebene wirtschaftliche Aufschwung nicht so richtig angekommen. Weder gab es eine spürbare Gehaltserhöhung, noch eine Senkung der Steuern und Abgaben. Ganz im Gegenteil, wo ich früher Kirschen zu sieben Mark das Kilo ohne mit der Wimper zu zucken eintütete, wenn ich Lust auf Kirschen hatte, vertröste ich heute meinen inneren Lustmolch auf die Kirschen im Garten, die dann auch noch „Fleischeinlage“ haben. Das gleiche gilt für Erdbeeren, die ich gestern zu 4 Euro das Pfund (es ist schon Saison) gesehen und schnell weggeschaut habe. Ganz zu schweigen von den obszönen Preisen für Heizöl und Benzin, bei denen man leider nicht wegschauen kann, wenn man im Winter nicht frieren oder nicht zu Fuss gehen will. >> weiterlesen >>
Add comment Mai 22, 2008
Kulturstress: Ich kriege die Bakchen nicht gebacken
Vor der heutigen Premiere von Hans Werner Henzes Die Bassariden bin ich noch etwas ratlos. Ich habe zwar versucht, mich zumindest marginal vorzubereiten. Es ist schwer, wenn man chemisch rein ist, was die Werke griechischer Philosophen betrifft. Die Homepage der Staatsoper unterstützt den Wissendurst zwar bis zu einem gewissen Grad, und die Handlung oder der Stoff ist mir inzwischen auch klar, einen richtigen Zugang habe ich aber noch nicht. Ich gebe zu, ich bin noch etwas verunsichert, denn auch musikalisch wird die Sache wahrscheinlich eine Herausforderung werden. Und man kann noch nicht mal fliehen, denn Pause ist nicht vorgesehen.
Erhellung kommt hoffentlich noch von Euripides Urstoff Die Bakchen, die ich nachher in der S-Bahn fertig lesen werde. Apropos „Urstoff“ – wussten Sie, daß Bacchus als Gott des Weines gilt, er seinen legendären Ruf allerdings göttlichen Bierräuschen verdankt? Diese Erkenntnis wenigstens bleibt mir von meinen Recherchen zu Die Bassariden. Vorläufig wenigstens.
3 comments Mai 19, 2008
Jaa, was sind denn das für Kameraden!
Schon mal was von Kinderstube gehört? Wie denn? Nie? Dann wird’s aber Zeit.
Zu anderen Seiten direkt zu verlinken, sich selbst hinter verrammelten Forumstüren zu verbarrikadieren und zu glauben, es bliebe unbemerkt, zeugt von Ahnungslosigkeit oder schlechten Manieren oder gar von Beidem. Ihr dürft es euch aussuchen. Drastischere Worte spare ich mir mal.
Add comment Mai 18, 2008
Steh’ auf und geh’!
In diese schöne Schule geht ein Teil meiner Patenkinder und alle Boyhouse-Jungs. Sie liegt in einem östlichen Stadtrandbezirk Nairobis, Kayole, wurde von einer italienischen Organisation finanziert und 2006 eröffnet. Sie beherbergt die 4 Jahrgänge der St. Mathew Secondary School und damit ca. 500 Schüler, die aus armen und ärmsten Verhältnissen kommen. Eine größere Anzahl hat deutsche Schulpaten über den Verein Harambee Kwa Watoto e.V.
Am Pfingstsonntag ist die Schule abgebrannt. >> mehr lesen >>
Add comment Mai 14, 2008
Das Ende der Buschtrommeln
aylavyu
camritamisyu
maysistaisnjubabiandaywantyu
aiwetfoyu
yaganbringformiepopenbiskit
Alles klar? oder besser doch weiterlesen? >>
Add comment Mai 11, 2008
Werther – Bayerische Staatsoper
Wer heute abend den Terrassensessel unter der Pfingstsonne mit einem Opernsitz getauscht hat, vielleicht auch noch ungern, der wurde für das Opfer reichlich entschädigt.
Im heutigen Werther gab Daniela Sindram ihr Rollendebüt als Charlotte. Es ist ihr großartig gelungen. Anfänglich darstellerisch etwas spröde, gelang ihr vor allem nach der Pause eine eindringliche Rolleninterpretation. Ihre Stimme erfüllt alle Mezzo-Wünsche; sie hat einen bruchlosen Übergang von runden tiefen zu dramatisch hohen Tönen und eine warmklingende Mittellage. >> mehr lesen >>
Add comment Mai 10, 2008
Vom Bücherstapel
Wangari Maathais Memoiren, vor einigen Monaten gekauft, waren etwas nach unten gerutscht in meinem Bücherstapel, nicht zuletzt, weil sich das Lesen gerade dieses Buches durch die Ereignisse der jüngsten Zeit in Kenia nicht gerade aufdrängte. Das „Abtauchen“ der Nobelpreisträgerin im Vorfeld der Wahlen in Kenia und auch in den Monaten danach erschien mir intuitiv etwas suspekt, wohl wissend, dass dafür Gründe ursächlich sein konnten, die sich Aussenstehenden nicht unbedingt erschliessen. Meine Vermutung, das Buch könnte nicht interessant genug oder überholt sein, bestätigte sich nicht. Interessieren würde mich allerdings, ob Wangari Maathai die Perspektiven ihres Landes und seiner nachfolgenden Generationen nach dem neuesten Wahlbetrug und dem gerade stattfindenden Raubzug der politischen Klasse noch ebenso hoffnungsvoll einschätzt wie bei Fertigstellung ihres Buches. Deshalb hoffe ich auf eine Fortsetzung oder Ergänzung. >> mehr lesen >>
Add comment Mai 4, 2008
Für Kommunisten
Gestern abend verabschiedete ich mich telefonisch von einer in New York tätigen Chinesin, mit der ich oft zu tun habe, ins Wochenende und wünschte ihr einen schönen Tag der Arbeit. Ich war ganz überrascht zu erfahren, dass der 1. Mai in USA kein Feiertag ist. Ihrer Erklärung „We have our own Labour Day in September, your Labour Day is for communists only“ hatte ich in dem Moment nichts entgegenzusetzen.
2 comments Mai 1, 2008



